Die Lake Ranch ist eine Working- und Guest-Ranch und liegt im Nordosten von Wyoming, an der Grenze zu South Dakota und Montana, nahe des Devils Tower National Parks, am Fusse der Missouri Buttes. Natur pur: Das nächste Dorf, Hulett, liegt gut 30 Fahrtminuten entfernt, die nächste grössere Stadt 1.5 Std. und die nächsten Nachbarn ca. 10 Meilen!!
6'000 Acres Land, auf welchem Kühe mit ihren Kälbern, Rinder, Schafe und natürlich Pferde leben, sowie Wildtiere wie Antilopen, Rehe, Truthähne, Hasen, Präriehunde, Coyoten und Bisons, um nur einige zu nennen. Die Landschaft ist unendlich weit, fast unvorstellbar für uns Europäer, Grasprärie wechselt sich mit kleinen Canyons ab, zwischendurch auch Wälder.
Die Ranch nimmt von ca. Mitte April bis Ende Oktober Gäste auf, welche aktiv am Ranchleben teilnehmen können. Das Programm ist je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich, aber immer auf seine Art einmalig.
Im April / Mai werden vorwiegend die Kühe beim Kalben begleitet, d.h. Kühe und ihre neugeborenen Kälber auf den ausgedehnten Weiden aufgesucht (zu Pferd natürlich), auf andere Weiden getrieben, beim ersten Säugen unterstützt und mit zusätzlichem Futter versorgt, falls es noch schneit. In Wyoming kann es passieren, dass im Mai noch Schnee fällt, und am nächsten Tag 14 Grad Celcius hat. Es kann nicht genau vorausgesagt werden, welche Arbeit anliegt, ein planbares Programm für Touristen gibt es nicht. Dafür erlebt man authentisches Ranchleben. Das Zäune reparieren ist eine Arbeit, die nie ausgeht.
Im Juni werden die Kälber gebrannt, die Teilnahme an einem Branding ist ein Erlebnis für sich. Das Einfangen der Kälber mit dem Lasso erfordert einige Kunstfertigkeit, aber es gibt genügend Arbeit für Ungelernte, um mittendrin zu sein, mitzuhelfen und zu erfahren, was typische Cowboyarbeit ist. Die übrigens von Cowgirls genauso gut erledigt werden kann. Ausserdem werden die Kühe, Kälber und Rinder, sowie auch Schafe, wenn die Weiden abgegrast sind, auf andere Weiden getrieben. An die 300 Rinder vor sich herzutreiben ist schon ein Wahnsinnsgefühl!!
Im Juli/August kann es bis 35 Grad heiss werden, in diesen Monaten findet nicht viel Rinderarbeit statt, ausser dem Treiben der Tiere auf andere Weiden.
September und Oktober sind dann wieder mit viel Rancharbeit ausgefüllt, werden doch die Rinder und Schafe abgeholt, die Kälber von der Mutter getrennt und verkauft. Beim Nachbarn ist dann Hilfe bei diversen Brandings gefragt, da dieser Herbstkälber hat.
Eines gilt für alle Monate: Wenn keine Rancharbeit vorliegt, wird einfach „nur“ ausgeritten. Und was für Ausritte! Der Devils Tower begleitet einen auf fast allen Ausritten, als Fotomotiv sehr eindrucksvoll, was auch für die restliche Landschaft gilt, an der man sich einfach nicht satt sehen kann. Endlose Flächen laden zu Galoppstrecken ohne Begrenzung ein. Das Reiterherz schlägt höher, wenn man am Rand der ausgedehnten Prärie steht, umgeben von einer Landschaft wie auf einem Marlboroplakat und den Galopp schon vor sich sieht. Die steilen Auf- und Abstiege sind anfangs für die einen ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber die trittsicheren Pferde helfen über Unsicherheiten hinweg. Wenn am Abend beim Heimreiten noch ein wunderschöner Sonnenuntergang bewundert werden kann, fühlt man sich total mit der Natur und sich verbunden.